Hautkrankheiten bei Erwachsenen *
Hautkrankheiten können beim
Erwachsenen in verschiedenen Formen auftreten.
Häufig auftretende Hautkrankheiten zeigen unterschiedliche
Ursachen und bedürfen daher auch unterschiedlichen
Therapieansätze.
Allergien:
Häufig verbergen sich hinter Hautkrankheiten beim
Erwachsenen verschiedene Allergien. Diese äußern
sich beispielsweise durch eine Bildung von Quaddeln
auf der Haut. Als sogenannte Sofortreaktionen (Typ I-Reaktionen)
werden in der Dermatologie Hautreaktionen bezeichnet,
die infolge eines Kontaktes mit Allergenen wie Pollen,
Tierhaaren oder Hausstaubmilben auftreten. Sogenannte
Typ-IV-Reaktionen entstehen dagegen unter anderem nach
Kontakt mit Allergenen wie Chemikalien oder Inhaltsstoffen
von Kosmetika. Diese Reaktionen treten in der Regel
erst mit zeitlicher Verzögerung auf und können
sich dann beispielsweise in allergischen Kontaktekzemen
(Entzündungen der Haut) äußern.
Eine symptomatische Behandlung der entsprechenden Hauterkrankung
kann beispielsweise mit heilenden Salben geschehen.
Sind die Stoffe bekannt, die individuell zu allergischen
Hautreaktionen führen, besteht eine wirkungsvolle
vorbeugende Maßnahme (sofern möglich) in
der Meidung entsprechender Stoffe. Für verschiedene
Stoffe sind außerdem therapeutische Desensibilisierungen
möglich.
Pilzerkrankungen:
In vielen Fällen werden Hauterkrankungen durch
Pilze hervorgerufen. Typische Pilzerkrankungen an der
Haut finden sich beispielsweise zwischen den Zehen,
denn Pilze bevorzugen für ihre Entwicklung feuchte
Hautgebiete. Erreger, die zu Pilzerkrankungen der Haut
führen können, sind beispielsweise die sogenannten
Dermatophyten. Schwerere Pilzerkrankungen können
beispielsweise hervorgerufen werden durch Schimmelpilze.
Harmlose Formen von Pilzerkrankungen der Haut können
häufig durch lokal angewandte Salben bekämpft
werden.
Rosacea:
Zu den häufigsten Hautkrankheiten bei Erwachsenen
zählt die sogenannte Rosacea (auch als Kupferrose
oder Rotfinne bekannt). Typische Symptome, die in Verbindung
mit der Hauterkrankung Rosacea auftreten, sind beispielsweise
anhaltend gerötete Wangen. Zu Beginn der Erkrankung
kann diese Rötung zunächst nach einigen Stunden
wieder verschwinden, dann aber wieder erneut auftreten.
Schätzungen zufolge leiden in Deutschland ca. 4
Millionen Menschen an der Hautkrankheit, wobei Frauen
in der Regel häufiger betroffen sind als Männer.
Die Ursachen von Rosacea sind noch nicht vollständig
aufgedeckt. Eine Rolle spielen können beispielsweise
Versorgungsstörungen der Blutgefäße
oder Lebererkrankungen. Begünstigt werden kann
die Erkrankung beispielsweise durch Stress
oder Temperaturschwankungen. Obwohl Rosacea nicht vollständig
heilbar ist, kann den Rötungen beispielsweise mit
lindernden Cremes begegnet werden. Schübe können
beispielsweise vermieden werden, indem persönliche
Auslöser identifiziert und umgangen werden.
Herpes simplex:
Die Herpeserkrankung ist eine weitverbreitete Erkrankung,
die meist harmlos verläuft. Symptome sind Hautbläschen,
die sich juckend oder schmerzend äußern können.
Beim Herpes simplex Typ 1 ist die Mundgegend von den
Hautbläschen betroffen, beim Herpes simplex Typ
2 tritt die Symptomatik an den Geschlechtsorganen zum
Vorschein. Ursache einer Herpeserkrankung ist eine Infektion
mit dem Herpesvirus. In der Regel heilen die Hautbläschen,
die durch das Herpesvirus verursacht werden, von selbst.
Außerdem ist es beispielsweise möglich, mithilfe
von Salben eine Verschlimmerung der Bläschen zu
vermeiden und eine Heilung zu beschleunigen.
Gürtelrose:
Die Gürtelrose ist eine Hautkrankheit, die in der
Dermatologie auch als Herpes zoster bezeichnet wird.
Symptome einer Gürtelrose
sind Bläschen, die sich häufig auf bestimmte
Hautgebiete beschränken. Verbunden sind die auftretenden
Hautbläschen häufig mit starken Schmerzen.
Verursacht wird die Gürtelrose durch das Varizella-zoster-Virus,
das nach einer überstandenen Windpocken-Infektion
im Körper verbleibt. Wird das Immunsystem geschwächt,
so kann die Infektion erneut in Form einer Gürtelrose
aufflammen. Eine medikamentöse Therapie kann eine
Ausbreitung der Viren eindämmen.
Eine durch Bakterien hervorgerufene Entzündung
des Haarbalgs, das so genannte Furunkel,
kann ebenfalls Irritationen der umliegenden Haut auslösen.
Diese sind jedoch lokal begrenzt und meist ursächlich
auf den Entzündungsherd am Haarbalg zurück
zu führen.
*Diese Informationen stelle keinen ärztliche
Beratung dar und dürfen auf keinen Fall als Ersatz
für eine ärztliche Beratung angesehen werden.
Bei Frage wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt.
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